Zuletzt aktualisiert:
WG-Kosten aufteilen, bevor Geld zum Streitpunkt wird.
In WGs kippt Stimmung selten an riesigen Summen, sondern an unklaren Regeln, vergessenen Belegen und unfaire empfundenen Verteilungen. Mit einem einfachen System bleiben Miete, Nebenkosten und Gemeinschaftskasse transparent.
Das Wichtigste in Kürze
- Basis: Mietmodell klar festlegen — Gleich, nach Zimmergröße oder bewusst asymmetrisch mit Begründung.
- Transparenz: Eine App oder Liste für alles — Kein Nebensystem über Chats, Zettel und Erinnerungslücken.
- Routine: Fixen Abrechnungstermin setzen — Wenn niemand zuständig ist, bleibt fast alles liegen.
Kurzfassung
Die fairste Verteilung ist die, die alle verstehen
Mietmodelle
Drei Wege, Miete fair zu verteilen
Gleichmäßig teilen
Einfach, aber nur dann sauber, wenn die Zimmer ähnlich attraktiv und ähnlich groß sind.
EinfachNach Zimmergröße
Für die meisten WGs die nachvollziehbarste Lösung, weil Quadratmeter und Vorteile sichtbar sind.
EmpfohlenIndividuell nach Lage oder Einkommen
Kann sinnvoll sein, wenn ein Zimmer deutlich besser ist oder persönliche Vereinbarungen wichtig sind.
Nur bewusstWichtig dabei
Die Verteilung ist nur dann fair, wenn alle das Modell verstehen und es vor Einzug abgesprochen wurde.
GrundregelLaufende Kosten
Was gemeinsam läuft und was privat bleibt
-
A
Meist gemeinsam
Internet, Rundfunkbeitrag, Putzmittel, Toilettenpapier, Küchen-Basics und gemeinsame Lebensmittelregeln.
-
B
Meist privat
Eigene Snacks, persönliche Pflegeprodukte, Sonderkäufe und spontane Einzelwünsche.
-
C
Gefährliche Grauzonen
Kaffee, Öl, Gewürze, Spülmaschinentabs oder Streaming. Genau hier entstehen viele kleinen Reibungen.
Ein Satz verhindert viel Streit
„Was gehört in die Gemeinschaftskasse und was nicht?“ sollte am Anfang einmal sauber entschieden und sichtbar notiert werden.
Haushaltskasse
So bleibt die Gemeinschaftskasse praktisch statt nervig
Mit 15 bis 30 Euro starten
Genug für Basics, ohne direkt zu hoch anzusetzen. Nach zwei bis drei Monaten anpassen.
Alles sofort erfassen
Der größte Fehler ist nicht die falsche App, sondern dass Einträge nicht direkt gemacht werden.
Monatlichen Termin setzen
Ein fester Termin hält kleine Themen klein und verhindert unangenehme Nachforderungen.
Nützliche Helfer
Praktische Produkte für Ordnung und Transparenz
Kleine Geldkassette
Sinnvoll, wenn ihr eine analoge Haushaltskasse für Putzmittel, Küchen-Basics oder spontane Einkäufe führt.
Magnetisches Whiteboard
Ideal für Einkaufsliste, Abrechnungs-Reminder und WG-Aufgaben an einem Ort.
Externe Buttons sind Affiliate-Links. Für dich ändert sich der Preis nicht.
FAQ
Häufige Fragen zu WG-Kosten
Meist nach Zimmergröße. Gemeinschaftsflächen werden dabei gleich auf alle umgelegt.
Splitwise, Tricount oder Splid funktionieren gut. Wichtiger als die App ist, dass alle sofort eintragen.
15 bis 30 Euro pro Person und Monat sind ein sinnvoller Startwert für gemeinsame Basics.